AI-Breakdown | KW 27, 2025 – Sprachen, Musik & Wissenschaft
AI-Breakdown | KW 27, 2025 – Sprachen, Musik & Wissenschaft
auch diese Woche gab es wieder zahlreiche Neuigkeiten aus der aufregenden Welt der Künstlichen Intelligenz. Von neuen Funktionen, die es jedem ermöglichen, eigene Apps zu bauen, bis zu wegweisenden Fortschritten in der medizinischen Diagnostik: Hier findet ihr eine kompakte Zusammenfassung aller Höhepunkte.
Anthropic: Apps direkt in der KI erstellen und teilen
Anthropic hat eine Neuerung für seine KI-Plattform Claude vorgestellt: Mit „Artifacts“ kann man nicht nur Anwendungen von der KI erstellen lassen, sondern diese auch direkt in der Plattform nutzen und mit anderen teilen. Das Hosten und die technische Infrastruktur übernimmt Anthropic. So lassen sich im Handumdrehen kleine Tools und Spiele entwickeln und sofort ausprobieren – eine Funktion, die sowohl für kostenlose als auch für bezahlte Nutzer verfügbar ist. https://www.anthropic.com/news/build-artifacts https://www.anthropic.com/news/claude-powered-artifacts
Neues von ElevenLabs: Sprachassistent und mobile App
ElevenLabs erweitert sein Angebot gleich doppelt:
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KI-Sprachassistent: Unter 11.ai gibt es einen neuen Assistenten, der sich mit Diensten wie Google Kalender, Slack oder Perplexity verbinden kann. Per Sprachbefehl kann man so Termine abfragen oder Nachrichten zusammenfassen lassen. https://x.com/elevenlabsio/status/1937200086515097939
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Mobile App: Zusätzlich wurde eine neue Smartphone-App veröffentlicht, mit der man Texte direkt am Handy in hochwertige Sprachausgaben umwandeln kann. https://x.com/elevenlabsio/status/1937541389140611367
ChatGPT wird praktischer: Neue Schnittstellen und Aufnahme-Modus
OpenAI hat für zahlende Nutzer von ChatGPT zwei nützliche Funktionen nachgerüstet:
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Daten-Konnektoren: ChatGPT kann nun direkt auf Dateien in Google Drive, Dropbox und SharePoint zugreifen. Das erleichtert die Analyse und Verarbeitung von Dokumenten, die in diesen Cloud-Diensten gespeichert sind. https://x.com/openai/status/1937681383448539167
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Aufnahme-Modus: Die Desktop-App kann jetzt Gespräche, zum Beispiel in Videokonferenzen, aufzeichnen und anschließend automatisch zusammenfassen. So erhält man schnell die wichtigsten Punkte und Aufgaben aus einem Meeting. https://www.businesstoday.in/technology/news/story/openai-unveils-chatgpt-record-mode-for-pro-enterprise-and-edu-users-on-macos-481132-2025-06-20
Neue KI-Modelle und Kreativ-Apps
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Higgsfield Soul: Ein neues Bildmodell, das auf ultrarealistische Darstellungen spezialisiert ist. Es arbeitet mit vielen Voreinstellungen, um bestimmte Stile wie „Aufzug-Selfie“ zu erzeugen. https://x.com/higgsfield_ai/status/1937931727084917097
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Udio Sessions: Der KI-Musikgenerator Udio führt „Sessions“ ein, eine visuelle Bearbeitungsoberfläche. Damit lassen sich musikalische Elemente wie Refrains oder Brücken in den Tonspuren identifizieren und Textpassagen gezielt verändern. https://www.musicbusinessworldwide.com/udio-still-battling-copyright-lawsuit-from-music-majors-launches-ai-visual-editing-workstation/
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Google Doppl: Eine neue App von Google, mit der man Kleidung virtuell anprobieren kann. Man lädt ein Foto von sich hoch und kann dann verschiedene Outfits an seinem digitalen Zwilling testen und diesen sogar animieren. https://blog.google/technology/google-labs/doppl/
Rechtliches: Wichtige Urteile zu „Fair Use“
Diese Woche gab es mehrere Gerichtsentscheidungen, die für die Zukunft von KI-Training wegweisend sein könnten:
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Anthropic gewinnt teilweise: Ein Gericht entschied, dass das Trainieren von KI-Modellen mit legal erworbenen und digitalisierten Büchern unter „Fair Use“ (also eine angemessene Nutzung) fällt. Das Training mit mutmaßlich illegal kopierten Büchern wird jedoch weiterhin untersucht. https://www.reuters.com/legal/litigation/anthropic-wins-key-ruling-ai-authors-copyright-lawsuit-2025-06-24/
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Meta gewinnt ebenfalls: Auch Meta konnte einen Sieg in einem Urheberrechtsstreit verbuchen. Die Kläger konnten nicht beweisen, dass Metas KI „Llama“ ihre Bücher so wiedergeben kann, dass ein Kauf überflüssig würde. https://www.theverge.com/news/693437/meta-ai-copyright-win-fair-use-warning
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Getty zieht Klage zurück: Angesichts dieser Urteile hat die Bildagentur Getty einen Teil ihrer Klage gegen Stability AI fallen lassen, der sich auf das Training mit ihren Bildern bezog. https://techcrunch.com/2025/06/25/getty-drops-key-copyright-claims-against-stability-ai-but-uk-lawsuit-continues/
Fortschritte in Wissenschaft und Robotik
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Google AlphaGenome: DeepMind hat ein KI-Modell veröffentlicht, das eine Million DNA-Bausteine auf einmal analysieren kann. Es soll vorhersagen, welche Auswirkungen Genmutationen haben, und könnte die Forschung an Krankheiten wie Krebs revolutionieren. https://deepmind.google/discover/blog/alphagenome-ai-for-better-understanding-the-genome/
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Google Gemini Robotics: Ein neues KI-System, das direkt auf Robotern läuft, ohne ständige Internetverbindung. Die Roboter können so per Sprache gesteuert werden, neue Fähigkeiten durch wenige Beispiele lernen und filigrane Aufgaben wie das Falten von Wäsche ausführen. https://deepmind.google/discover/blog/gemini-robotics-on-device-brings-ai-to-local-robotic-devices/
Ein Blick auf die Regulierung
In den USA wird derzeit ein Gesetz diskutiert, das es den einzelnen Bundesstaaten für die nächsten 10 Jahre verbieten könnte, eigene KI-Regulierungen zu erlassen. Ziel ist es, im globalen Wettbewerb, insbesondere mit China, nicht durch zu strenge Vorschriften ins Hintertreffen zu geraten. Kritiker halten einen Zeitraum von 10 Jahren angesichts der rasanten Entwicklung jedoch für zu lang. https://techcrunch.com/2025/06/22/moratorium-on-state-ai-regulation-clears-senate-hurdle/
Die vielleicht wichtigste Nachricht der Woche
Wissenschaftler in Berlin haben eine KI entwickelt, die Gehirntumore mit über 99 Prozent Genauigkeit diagnostizieren kann – ohne Operation. Das System "CrossNN" erkennt über 170 Krebsarten durch Analyse von Flüssigkeitsproben. Ein echter Meilenstein für die Krebsfrüherkennung! https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/tumordiagnostik_ki_modell_erkennt_mehr_als_170_krebsarten
Es bleibt spannend, wie sich vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln und welche neuen, hilfreichen Anwendungen uns als Nächstes erwarten.
Wir lesen uns wie immer bei der nächsten Ausgabe des Newsletters – und bis dahin gilt: Bleibt neugierig!
Herzliche Grüße
Tobit
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